Uncle Ben's Blog-Hütte

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Mittwoch, August 06, 2008

Korsika

Nachdem meine Reise in den Kongo wieder viel zu lange her ist, werde ich mich am Samstag auf den Weg nach Korsika machen. Dort wird eine Gruppe von rd. 12/13 Leuten sich darauf einlassen den GR 20 Süd zu durchwandern und zu durchleiden. Das beste daran ist, dass ich die Meute führen und leiten werde... Die Einkäufe und Vorbereitungen sind soweit fast erledigt und ich bin gespannt auf die Zeit. Berichte wird es wohl nicht geben, da sich in den korsischen Bergen nur selten ein Internetcafe befinden dürfte...

Donnerstag, Juni 05, 2008

Afrika

Liebe Leser dieses Blogs,
nach langem Warten mal wieder ein Eintrag. Vielleicht auch nur die Ankündigung eines Eintrages oder doch nur die Bekanntgabe einer Reise. Das Ziel heißt diesmal Kongo!
Viele schütteln dabei nur verständnislos mit dem Kopf und mancher hat erfolglos versucht auf mich einzureden. Vergeblich, denn am Samstag früh wird mein Flieger Richtung Kinshasa fliegen. Bisherige Erfahrungen zeigen mir, dass viele die Gefahren und Risiken eines solchen Urlaubes sehen. Aber ich halte es da mit John J. Dunbar. Dieser wollte den Westen kennenlernen, bevor es ihn nicht mehr gibt. Ich möchte ein mehr oder minder unberührtes Afrika kennenlernen...
Falls ich dort die Möglichkeit habe eine Botschaft zu bloggen (wohl eher nicht), werde ich die Chance nutzen ein Lebenszeichen von mir abzusetzen. Andernfalls wisst ihr wenigstens wo ich mich bis zum 29.06. herumtreibe...
Ihr könnt derweil Kommentare eintragen, damit ich ggf. weiß für wen ich das alles hier schreibe!

Samstag, September 08, 2007

Mangelnde Berichterstattung

Ich habe zwar keine Ahnung, ob auch nur irgendwer diesen Blog verfolgt - aber meine Berichtersattung aus Südafrika lässt auch sehr zu wünschen übrig. Ich komme einfach nicht dazu, ausführlich zu schreiben, was ich hier erlebe und erfahre. Und auf eine "Kurzfassung" habe ich keine Lust...
So werde ich dann wohl erst nach meiner Rückkehr über die verschiedenen Seiten Südafrikas berichten können. Über Landschaften, Nationalparks, Tiere und Städte - aber auch über Armut, Krankheit und Klassenunterschiede. Fremdes Land, fremde Kultur, reiche Touristen und mich mittendrin!
Ich habe auf jeden Fall zu all diesen Themen ein paar Bilder gemacht und wen's interessiert, der kann ja nachfragen.
Ich glaube zwar kaum, dass es hier in dem Blog noch einen auführlichen Bericht geben wird, aber wer mag kann trotzdem ab und zu mal vorbeischauen!

Mittwoch, August 29, 2007

Blöde Technik...

Hatte gerade meinen ersten Eintrag aus der Ferne (fast) fertiggestellt und dann war alles weg.
Keine Ahnung wohin, keine Ahnung wieso... Blöde Technik eben!
Auf jeden Fall habe ich jetzt keine Lust mehr wieder von vorne anzufangen. Nur soviel:
Mir gehts gut.
Wer mich erreichen will muß bis zum 11.09. mit der Handynummer 0027-847522113 vorlieb nehmen. Unter meiner deutschen Handynummer bin ich bis dahin nicht zu erreichen - erst ab dem 12.09. wieder (Falls schon Anrufe oder SMS geschickt wurden... Pech gehabt, erst am 12.09. wieder).
Demnächst vielleicht (hoffentlich) mehr hier in Uncle Ben's Blog-Hütte.

Dienstag, August 21, 2007

Viel Zeit ist vergangen...

Tja, nach langer Zeit bin ich doch mal wieder hier vertreten. Natürlich könnte man versuchen aufzuschreiben was einem bisweilen alles geschehen ist - aber die Zukunft steht bevor und es bleibt kaum Zeit für die Vergangenheit...
Außer vielleicht ein paar Worte zum letzten Wochenende.
Mit dem GJW-Hessen-Siegerland ging es nach Weidenhausen zum Teencamp. Mit 25 Teenagern hatten wir eine grandiose und sehr abwechslungsreiche Zeit verbracht.
Mein persönliches Highlight war ein durchgeführtes Hajik ("Haijk-light") mit 8 Teilnehmer/innen und Christopher. Eine Art Dschungelcamp nur ganz ohne Kameras, nervigen Moderatoren und Werbeunterbrechungen - also viel besser!!!
Um ca. 23 Uhr gingen wir ohne Taschenlampen oder sonstwelcher künsticher Beleuchtung los um nach rund einer Stunde die Teilnehmer in 2er-Packs irgendwo im Wald auszusetzen. Keine Taschenlampe, nur ein Knicklicht mit dem sie sich ihren Lagerplatz bereiten konnten. Kein Zelt, nur Isomatte und Schlafsack. Unter Bäumen und Sternenhimmel. Die Nacht verlief ruhig - nur Rehe, knackende Bäume und kauzende Kauze machten Geräusche um uns. Manch einem kam der Verdacht, dass sich Bäume nachts bewegen - dies konnte allerdings weder belegt noch widerlegt werden.
Am nächsten Tag mußten dann mit den vorhandenen (äußerst spärlichen) Mitteln ein Frühstück gezaubert werden - und das was wir wirklich alle satt wurden (mehr oder weniger) und dabei nicht krank grenzt schon an ein Wunder: Wasser mit Mückenlarven aus einem Regeneimer, ein Löffel für 10 Personen, Bohnen in der Dose gekocht zum Frühstück und dazu eine schüssel Griesbrei mit Apfelmuß und selbstgepflückten Brombeeren (hoffentlich ohne .Fuchsbandwurm...).
Ein bißchen kam uns der Gedanke an die Speisung der 5.000, bei der Jesus mit 5 Broten und zwei Fischen die Menschen sättigte. Wir hatten nicht viel, aber lernten dass zu teilen was wir hatten und wurden alle satt. Gott stand (steht) zu uns.
Lagerfeuer, lange Wanderläufe durch hohes Gras und nasse Wiesen, der Balanceakt auf der "Wippe des Todes" und der Lauf über den Mohawk-Walk machten die Aktion auch weiterhin sehr spannend.
Jeder der Teilnehmer erlebte die Aktion auf eigene Weise. Erfuhr Gott in der Natur als Schöpfer, als Bewahrer oder Versorger. Dafür brauchte es keine theologische Ausarbeitung, sondern nur das eigene Erleben. Und bei all dem hatten wir noch jede Menge Spaß.
Vor- und hinterher gabs noch viel weiteres Programm. Ich fand es auf jeden Fall ein rundum gelungenes Teencamp, das Freude auf nächste macht (leider erst wieder in 2008).
Vielleicht gelingt es mir demnächst noch das ein oder andere Bild einzustellen, aber dafür bleibt mir nicht mehr viel Zeit. Denn morgen bin ich schon am Flughafen um neue Erlebnisse und Erfahrungen zu sammeln. Dann bin ich nämlich für 3 Wochen bei Freunden in Südafrika.... demnächst mehr dazu hier im Blog!

Samstag, Dezember 02, 2006

Ein Ausflug in der neuen Welt

Tja, die Zeit im herbstlichen Toronto ist zu Ende aber die Berichterstattung liegt noch vor mir. Wie war das mit dem "Past Tense"? - Aber der Englischunterricht ist ja auch zu Ende :-) Alles vergangen, aber längst nicht vergessen! (Hoffentlich auch nicht die Lehrinhalte)

Eigentlich wollte ich diese Zeilen noch vor dem endgueltigen Klick meines Kofferschlosses schreiben (und den Großteil habe ich auch noch in Toronto geschrieben, wie Ihr an den Sonderzeichen merken könnt :-)), aber die Zeit hat mich eingeholt und hier in Deutschland kommt man ja zu gar nix mehr.

Nun denn, es folgen also noch "ein paar Zeilen" ueber meine (fast letzten) Erlebnisse In Kanada:


Nach einigem hin und her hatte ich am letzten Wochenende meiner Reise endlich die Moeglichkeit mal aus Toronto rauszukommen und Richtung Sueden zu ziehen. Ein kleines Busunternehmen in Toronto bietet Studentenausfluege an die Niagrafaelle fuer wenig Geld an. Die Preisspanne fuer Tagesausfluege liegt irgendwo zwischen 35 und 150 $. Ich wollte zwei Tage hin und dies mit moeglichst geringem finanziellen Aufwand. Vielleicht habe ich ja mir unbekannte schwäbische Vorfahren!? Nachdem der erste Anruf bei einem von lonely-planet (ein renomierter Reiseführer) empfohlenen Reiseveranstalter vergeblich war (die wussten nichts von ihrem Angebot, welches ich jedoch als aktuellen Prospekt vor mir liegen hatte...!? Keine Empfehlung daher für JoJo-Tours) kam ich dann zur magic-bus-company. Hier bekam ich dann eine 2 Tagestour einschliesslich Uebernachtung im Hostel fuer 75 $, was gerade 5 $ mehr waren, als geplant. Egal, ich bin ja kein Schwabe!

Am Abend vor der kleinen, grossen Reise zappte ich mich ein bisschen durch die 5 Millionen Fernsehkanaele und sah - wie sollte es anders sein - 5 Minuten des Films "Hostel". Fuer alle die wissen was dies fuer ein Film ist, die ahnen und teilen meine schlimmsten Befuerchtungen fuer die kommende Nacht. Nur kurz fuer die Unwissenden: Ein Hostel ist eine Art Jugendherberge und der Film "Hostel" ist ein absolut blutiger (und m.E. unsehenswerter!) Horrorfilm. Nach 5 Minuten schaltete ich jedoch schnell wieder ab, um mich wieder auf die bevorstehende Reise zu freuen.

Die Fahrt war nett und die Reisgruppe war klein (nur 5 Leute aus aller Welt). Leider war an diesem Tag, irgendwo musste ja der Haken sein, auf dem Highway wegen eines Unfalles ein laaaaanger Stau, was die Fahrt leider entsprechend ebenfalls in die Laenge zog. Außerdem war Remembrance Day, von dem ich aber dann doch gar nicht so viel mitbekommen habe. Wir brauchten auf jeden Fall über 2 Stunden nur um aus Toronto rauszukommen.

Dann machten wir einen Zwischenstop um unsere Maegen zu fuellen (diesmal hatte ich, um die Ernaehrung weiterhin ausgewogen zu halten, meinen Hamburger von Wendys. Der Burger wird mir sicherlich nicht geschmacklich in Erinnerung bleiben, dafuer wa er einfach zu "normal", aber optisch um so mehr. Denn die Fleischeinlagen bei Wendys sind eckig... nicht nur die Römer, sondern auch die Nord-Kontinental-Amis spinnen...) und alsbald ging es dann weiter zum naechsten Zwischstop.

Diesmal eine Winery (ein Weingut), die uns eine kleine Kostprobe des edlen Eisweins hat Kosten lassen. Dieser teure Tropfen ist so suess, dass man schon eher meint einen Likoer zu trinken. Und der hohe Preis kommt durch die aufwendige Weinlese zu Stande. Die Trauben werden waehrend einer (kalten) Nacht geernet und gefroren gepresst, was zu einem sehr hohen Zuckergehalt fuehrt... Keine Ahnung wieso, aber so aehnlich haben die uns das erklaert... Und wie so vieles im Leben ist auch hier das Ergebnis geschmacksache!

Und wieder auf und davon in Richtung Niagarafaelle. Eigentlich wollten wir uns noch "Niagara on the lake", die (ganz) fruehere Hauptstadt von Oberkanada, auf dem Weg angucken. Aber da mittlerweile die Zeit vorangeschritten war und die anderen Tourteilnehmer nur diesen Tag (ohne Uebernachtung) gebucht hatten, wurde es immer eiliger und wir liessen das ausfallen. Witzig dabei fand ich nur, dass uns am Anfang gesagt wurde wie schoen und sehenswert dieses Staedtchen doch sei und dann spaeter (als die Zeit knapp wurde) wie touristisch und kitschig... Ieh werde es vielleicht nie selbst herausfinden!

Wir waren nun endlich am wohl bekanntesten Wasserfall der Erde angekommen. Es war schon spaet und die Daemmerung war schon langsam am kommen, der Tag am gehen und der Regen am bleiben. Das ist halt das Risiko im November. Der klare Vorteil liegt wiederum darin, dass nicht so viele Touristen da sind. Immer noch genug!


Die Niagarafaelle fallen ca. 50 Meter in die Tiefe und wenn man da so runterschaut kann man kaum glauben, dass es schon Menschen gab die dies ueberlebt haben. Ich habs auch ueberlebt! Und wenn es so von oben regnet, von den Seiten windet und sich die Gicht der Niagarafaelle noch in das Ganze miteinmischt, dann hat man den Eindruck es wuerde von allen Seiten regnen. Gut, dass man in einem von den Souvenirgeschaeften gleich einen 2-$-gelben-Sack kaufen kann, der einem vor der Naesse schuetzt. Von den Touristen kann man es ja nehmen. Auch wenn es wie ein billiges Plagiat der Uniform der Stadtreinigung ausschaut, scheint dies hier keinen gross zu kuemmern. Wahrscheinlich sinkt die Scham wenn sich einfach genuegend Leute zusammenfinden, die sich gleichermassen scheusslich "kleiden". Also kaufte ich mir auch einen solchen Sackumhang und machte mit...

Warum man allerdings nicht nur die Touristen peinlich aussehen lässt, sondern auch die Niagarafälle in Pink und anderen merkwürdigen Farben bestrahlt weiß ich nicht. Aber dem Wasser ist es wahrscheinlich egal und die Nordamerikaner stehen ja scheinbar auf alles bunte was nicht mehr ganz natürlich ausschaut. Wie war das mit der "Geschmackssache"?


Ein Gang ueber die Rainbowbridge, in das benachbachte Land der unbegrenzten Moeglichkeiten, verschafft einem dann noch mal eine neue Perspektive. Ich fand die US-amerikanische Seite fast schoener, da hier kaum Leute und viel weniger auf den Tourismus eingegangen wird. Man hat noch vielmehr den Eindruck in der Natur zu sein, als in einem riesigen Erlebnispark.

Waehrend die Faelle hinabstuerzen bringen sie normalerweise ein gewaltiges Rauschen mit sich. Nur im Jahr 1969 haben die Amerikaner die Faelle mal fuer Vorschungszwecke einen Tag "ausgeschaltet". Schon bedenklich, in was mensch sich so alles einmischen kann (meint zu koennen...).

Tipp fuer das Rauschen zu Hause: Ganz leicht kann man sich dieses Gerausch daheim selbst verschaffen, in dem man einen freien Kanal auf seinem Fernsehgeaet einstellt und dann den Lautstaerkepegel ganz laut aufdreht. Wenn man sich dazu dann noch unter die kalte Dusche stellt und die Augen schliesst, ist die Illusion nahezu perfekt! Versuchts einfach mal und gebt mir bescheid, ob's klappt...

Es ist schon gewaltig, vor allem wenn man dann liesst, dass nur ein Viertel des vorhandenen Wassers die Faelle hinabstuerzt, da der Rest der Stromgewinnung dient.

Strom braucht man hier auch in grossen Mengen. Denn nicht nur dass die Niagarafaelle nach Einbruch der Dunkelheit von Scheinwerfern in alle moeglichen Farben getaucht werden (wer braucht denn sowas?), sondern auch das anliegende Fallsview mit seinen tausenden von Blinklichtern, Reklametafeln und Hotels, Casino etc. verbraucht wohl mehr als Energie als eine deutsche Grossstadt. Wem das Erlebnis, das einem die Natur hier zu bieten hat, nicht ausreicht, der kann in dem kleinen Las Vegas sein Glueck versuchen.

Neben den besagten Einrichtungen gibt es hier auch noch Kinos, jede Menge Souvenirgeschaefte, Museen und Restaurants. Doch auch ich konnte den Konsumtempeln nicht ganz widerstehen und habe mich dann besonders ueber das "Planet-Hollywood" gefreut. Ein Hamburger-Restaurant in dem allemoeglichen Requisiten aus Filmen und Autogramme ausgestellt sind. Ausserdem wurde der Trailer fuer Rocky 6 gezeigt... Da freu ich mich schon auf den 8. Februar 2007!

Leider waren es zu wenige Pommes... (um nochmal auf den Burger zurückzukommen)

Die Nacht verbrachte ich dann in dem (zu unrecht gefürchteten und) sehr netten und sauberen Hostel um am naechsten Tag die Gegend nochmals in Ruhe zu erkunden, mich mit Souvernirs einzudecken und letzlich am Abend wieder den Heimweg anzutreten. Ich konnte ja nicht das ganze zuvor beschriebene am letzten Abend erkunden, aber 1,5 Tage reichen dann auch vollkommen aus.

Wobei man noch jede Menge Geld hätte da lassen können und es noch einiges zu erleben gäbe. So beispielsweise ein Hubschrauberrundflug oder auf einen der Aussichtstürme zu fahren oder eine Bootsfahrt unter den Niagarafällen (dies allerdings nur vom Frühjahr bis Oktober wegen Eisgefahr) oder oder oder - um nur einige ausgewählte Attraktionen zu erwähnen. Langweilig wirds einem auf jeden Fall nicht so schnell.

Auf der Heimfahrt war der Bus mit ca. 40 Insassen wesentlich voller als auf dem Hinweg (der Bus war auch größer). Und auch hier war mal wieder ein multikulurelles Mischmasch, wie ich es hier schon fast gewohnt bin.
Eine brasilianische Teenager-Sprachreisegruppe (oder so was ähnliches...) hatte den Bus fast alleine gefuellt und um mich herum sassen dann noch eine Leipzigerin, die in der Schweiz lebt und eine Oestreicherin.

In den kommenden Tagen, es lag schliesslich noch etwa eine Woche vor mir, gab es natuerlich noch viel zu erkunden. Einige Dinge habe ich ja schon in meinem letzten Eintrag angekuendigt.

Es ist schon interessant, wenn man sich selbst die Erlebnisse noch mal vor Augen hält, wie viel man in 3 Wochen getan und gesehen hat. Und selbst die seitenlangen Berichte geben bei weitem nicht alles wieder.

Ein paar Dinge stehen noch aus, ich weiß. Aber jetzt wirds mir mal wieder zu lange, so dass ich entweder alles weitere muendlich weitergebe (vieles ist ja auch schon gesagt) oder zu einem spaeteren Zeitpunkt nachtrage.

Es ist schon wieder spät, ähnlich wie zu dem Zeitpunkt vor 2 Wochen als ich den Artikel (eingentlich, grötenteils) schrieb. Daher gehe ich jetzt ins Bett und verabschiede mich vorerst mit den Worten: "Gute Nacht!"

Freitag, November 17, 2006

Fortbildung in der neuen Welt

Waehrend das Wetter mir offensichtlich mit Regen versucht den Abschied aus Toronto leicht zu machen, schwelge ich in den Erlebnissen der letzten Wochen. Aber das war natuerlich nicht nur Spass, sondern auch jede Menge Fortbildung. Das beginnt jeden Tag mit den obligatorischen "English-Lessons" und geht manchmal mit finnischen Blog-Kommentaren von Kolleginnen (Danke fuer die "Gute Reise", Fr. H.!) weiter...
Aber auch sonst bietet Toronto einige Moeglichkeiten um seinen Horizont zu erweitern.

So war ich dann letzte Woche im "Ontario Science Centre". Ein interaktives Museum rund um alle Fragen, die irgendwas mit Wissenschaft zu tun haben.
So konnte man eine kuenstliche Unterwasserwelt beobachten, einen kleinen Regenwald durchwandern, sich ueber den Fortpflanzungsprozess von allen moeglichen Lebewesen (u.a. Menschen - was vor allem bei den anwesenden Teenagern auf reges Interesse stiess) und die angebliche Enstehung der Erde (wer war dabei...?) informieren. Sich der Astronomie, verschiedenen Kulturen oder der Entstehung der Sprachen annehmen, Sinneswahrnehmungen testen und erforschen und sich ueber den menschlichen Koerper und dessen Verfall der schon mit 20 Jahren (!) beginnt (jetzt weiss ich, dank der aging-machine, was mich in 50 Jahren erwartet... aber zum Glueck nehme ich offensichtlich nicht extrem zu) erkundigen. Um nur eine kleine unvollstaendige Auswahl zu nennen. Ich hatte den Eindruck, dass es nur wenig gibt, was hier nicht unter die Lupe genommen wurde.

Aber um mir eine Freude zu machen, gab es dann noch eine Marvel-Sonderausstellung. Zur Erklaerung: Marvel ist der Herausgeber von vielen bekannten amerikanischen Superhelden-Comics wie Spiderman, Hulk, Daredevil und vielen mehr... Hier wurden die Superkraefte der Helden mal genauer betrachtet. Jetzt weiss ich wie stabil Spinnfaeden sind, wie sich blinde Menschen orientieren koennen, wie Kaelte sich auf unseren Koerper auswirkt, wie ich von einer Waermebildkamera wahrgenommen werde und das wir alle Mutanten sind (das Bild bezieht sich jedoch auf's Alter und nicht auf den Mutanten!). Leider war mein Lieblingsheld Batman nicht dabei, aber der kann ja nicht mal richtig fliegen und ist auch gar nicht von Marvel (sondern DC-Comics, aber dies sei nur am Rande erwaehnt).
Da das ganze Museum jedoch wohl fuer Schulklassen konzipiert ist, waere das in Deutschland wohl ein "Hier kommt die Maus-Museum" geworden. War jedoch auch ohne Maus ganz interessant, obwohl ich mir inmitten der ganzen Schulklassen ein bisschen alt vorkam und es auch nicht immer so einfach war, die ganzen Erlaeuterungen zu uebersetzen :-(

Um mir dann aber wieder ein bisschen juenger vorzukommen (Alter ist vielleicht doch nur eine Frage der Perspektive) ging ich dann noch ins ROM. Nein, nicht nach Rom, sondern ins "Royal Ontario Museum". Dort kam ich mir zwar im Verhaeltnis zu den anderen Besuchern wieder um einiges juenger vor, allerdings fand ich die Ausstellung auch bei weitem nicht so interessant... hier konnte man von allem ein bisschen was sehen. Eine Ausstellung ueber die Ureinwohner Kanadas (was ich am interessantesten fand), eine Ausstellung ueber die Tierwelt mit Voegeln, Elchen und Woelfen (diesmal naeher als im Zoo, aber dafuer alle ausgestopft), die Aegypter (wobei das aegyptische Museum in Kairo erfahrungsgemaess mehr zu bieten hat), die Griechen (jedoch konnte man bei Ansicht des sehr bruechigen Torso von Eros eine neue Theorie ueber den Untergang dieser antiken Grossmacht aufstellen...), den Englaendern (viele alte Moebel...) und eine aktuelle Austellung ueber italienisches Design des letzten Jahrhunderts (eine Vespa, einen Fiat, merkwuerdige Lampen und Stuehle, nicht wirklich brauchbare Haushaltsgegenstaende, viel zu grosse Radios und jede Menge Olivetti-Schreibmachinen) und vieles mehr betrachten...

Ich fuehlte mich nach soviel neuen Eindruecken nunmehr genug gebildet und machte mich also wieder auf um die Welt der Gegenwart zu erkunden!

Da man mir jedoch geschrieben hat, ich solle lieber viele kurze, als wenige lange Berichte hinterlassen werde ich diesen Eintrag schon vorzeitig beenden (wahrscheinlich dennoch zu lange...).

Der noch ausstehende Bericht von Orten, wo es auch von unten regnet folgt aber noch in Kuerze. Es gibt noch so viel zu berichten... von einsamen Inseln, interkulturellen Zusammenkuenften, einem Taxi im Wasser, neuen Perspektiven, kanadischem Bier und vielem mehr. Dann schon bald hier im Blog!